Unterschiede zwischen den Therapieformen
Verhaltenstherapie
- Ansatz: Der Fokus in der Verhaltenstherapie liegt auf aktuellen Problemen und deren Bewältigung. Problematische Verhaltensweisen und Denkmuster werden gemeinsam analysiert und Stück um Stück durch hilfreiche Alternativen ersetzt.
- Arbeitsweise: Lösungsorientiert, praktisch, methodisch strukturiert. Häufig nutze ich Techniken wie Selbstmanagement, kognitive Umstrukturierung und die
- Dauer: Kurz- bis mittelfristig (ca. 25–80 Sitzungen, abhängig von der Diagnose).
- Charakteristisch: Die aktive Mitarbeit der Kinder / Jugendlichen und Eltern / Sorgeberechtigten ist essenziell.
Analytische Psychotherapie
- Ansatz: Die analytische Psychotherapie basiert auf der Psychoanalyse und arbeitet tiefgründig an unbewussten Konflikten und psychischen Mechanismen. Oft gehen diese auf frühe Kindheitserfahrungen zurück.
- Arbeitsweise: Durch freies Assoziieren erhält der Therapeut Zugang zu den unbewussten Ebenen der Patienten. Diese Inhalte werden im Anschluss interpretiert. Oft ist die Therapie langfristig ausgelegt und erfordert viel Geduld.
- Dauer: Langfristig (oft mehrere Jahre, bis zu 300 Sitzungen).
- Charakteristisch: Die Arbeit ist intensiv und auf langfristige und tiefgreifende Veränderung ausgerichtet.
Systemische Therapie
- Ansatz: Die systemische Therapie betrachtet das Kind oder den Jugendlichen im Kontext seiner Familie, Schule und sozialer Beziehungen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf Störungen im Beziehungsgeflecht. Ziel ist, das Problem durch Veränderungen im System zu lösen.
- Arbeitsweise: Es wird mit Perspektivwechseln und kreativen Methoden gearbeitet. Dabei wird stark dialogisch vorgegangen, d.h., Familienmitglieder oder andere relevante Bezugspersonen werden eingebunden.
- Dauer: Kurz- bis mittelfristig (ca. 10–50 Sitzungen).
- Charakteristisch: Starke Einbindung des Umfelds.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Ansatz: Der Schwerpunkt der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie liegt auf den unbewussten Prägungen und Konflikten, die sich aus der Kindheit ergeben und aktuell zu Problemen führen. Ziel ist es, diese Zusammenhänge zu verstehen und hierdurch eine emotionale Entlastung zu schaffen.
- Arbeitsweise: Durch reflektierende Gespräche werden Erfahrungen der Vergangenheit auf ihre Auswirkungen in der Gegenwart untersucht.
- Dauer: Mittelfristig (ca. 50–100 Sitzungen).
- Charakteristisch: Mehr Freiraum mit tiefergehenden Möglichkeiten für Selbstexploration.
Schwerpunkte der Therapieformen
Ob Sie den richtigen Therapeuten gewählt haben, hängt nicht nur von der Persönlichkeit und der gegenseitigen Sympathie ab, sondern auch von der richtigen Therapieform.
Darum habe ich für jede Therapieform einige typischen Schwerpunkte aufgelistet. Wenn Ihr Problem hier nicht genannt ist und Sie sich nicht sicher sind, ob die Verhaltenstherapie für Sie passt, dann sprechen Sie mich gern an!
Verhaltenstherapie
Dies sind meine typischen Schwerpunkte:
- Depressionen
- Aggressionsprobleme
- Ängste & Phobien (z. B. Schulangst, Prüfungsangst, Angst vor Spinnen etc.)
- ADHS
- Zwangsstörungen
- Essstörungen
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Selbstwertprobleme
- sonstige Verhaltensauffälligkeiten
Tiefergehende Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Schwerpunkte“.
Analytische Psychotherapie
- Chronische Konflikte und Traumata
- Lang andauernde Ängste und Depressionen
- Identitätsprobleme
- Schwere Persönlichkeitsstörungen
- Unklare, tief verwurzelte psychische Beschwerden
Systemische Therapie
- Trennung oder Scheidung der Eltern
- Familiäre Konflikte und Kommunikationsprobleme
- Mobbing und soziale Schwierigkeiten
- Rollenprobleme innerhalb von Familien
- Identitätsfragen bei Jugendlichen
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Langfristige Bewältigung von Konflikten
- Psychosomatische Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen ohne organische Ursache)
- Probleme mit Gefühlsregulation (z. B. Wut, Trauer)
- Beziehungsprobleme (in Familie oder Schule)
- Traumaaufarbeitung mit Fokus auf die emotionale Verarbeitung